Hochbauamt | 16. Dezember 2019

Grundstein für das neue Sammlungszentrum Augusta Raurica gelegt

Stefanie Thomann, Hochbauamt

Mitte September 2019 starteten mit der Grundsteinlegung die Bauarbeiten für das neue Sammlungszentrum Augusta Raurica. Der Bau wird ab 2021 die Arbeitsplätze der Römerstadt an einem Standort zusammenführen. Ab 2022 wird dort auch das umfangreiche Sammelgut beheimatet sein.

Regierungspräsident Isaac Reber begrüsst die Gäste an der Grundsteinlegung. (Quelle: Roman Weyeneth)

Um die im Boden verborgenen Ruinen für künftige Generationen zu erhalten, wird das neue Sammlungszentrum über den Ruinen hinweg und ohne wesentliche Eingriffe in den Boden gebaut. So fand die Grundsteinlegung für einmal nicht in der Tiefe einer Baugrube, sondern erhöht auf einer Aufschüttung statt. In Anlehnung an den antiken Brauch des Bauopfers wurde eine 2019 geprägte Silbermünze in die Bodenplatte beim künftigen Eingang einbetoniert.

Mit dem neuen Sammlungszentrum Augusta Raurica werden die Arbeitsplätze und Funddepots der Römerstadt Augusta Raurica auf dem Gebiet Schwarzacker in der Gemeinde Augst zusammengeführt. Die Ausgaben von insgesamt 33,4 Millionen Franken hat der Landrat in den Jahren 2017 und 2019 bewilligt. Die Notwendigkeit für neue Arbeitsplätze besteht seit 20 Jahren. Trotz den prekären Zuständen der Arbeitsplätze wurde gegen den vom Landrat 2012 beschlossenen Projektierungskredit das Referendum ergriffen. Mit der Volksabstimmung vom 9. Juni 2013 hat der Souverän des Kantons Basel-Landschaft dem Projektierungskredit mit 58 Prozent Ja-Stimmen zugestimmt.

Mit dem Beitrag „DR. JONES“ (in Anlehnung an «Indiana Jones») von Karamuk*Kuo Architekten wurde im Rahmen eines offenen Projektwettbewerbs im Frühling 2014 ein für die Aufgabe geeignetes Projekt evaluiert. Das Projekt überzeugt durch seine klare und sehr flexible Struktur und den effizienten Grundriss. Die Räume wurden so platziert, dass sie inhaltlich und dem Arbeitsablauf entsprechend gut vernetzt sind. 

Die Exponentinnen und Exponenten (von li. nach re.): Landratspräsident Peter Riebli; Regierungspräsident Isaac Reber; Dani Suter, Römerstadt Augusta Raurica; Ünal Karamuk, Architekt; Stefanie Thomann, HBA; Margot Meier, Planerteam Rapp; Marco Frigerio, Kantonsarchitekt. (Quelle: Roman Weyeneth)

Die Arbeitsplätze für die rund 65 Mitarbeitenden der Römerstadt werden ab 2021 zur Verfügung stehen. Das Depot für die umfangreiche Sammlung, welche in den letzten 60 Jahren durch den Bauboom und die daraus resultierenden Notgrabungen um das Vierzigfache angewachsen ist, soll im Jahr 2022 fertiggestellt sein. 

Der Römerstadt Augusta Raurica obliegt die Aufgabe, die römische Koloniestadt in Augst und Kaiseraugst als ein Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung für die Nachwelt zu erhalten. Zu diesem Zweck werden die antiken Funde und Denkmäler wissenschaftlich bearbeitet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.