Liebe Leserin,
lieber Leser

Ende August 2016 ist der Rohbau des neuen Biozentrums in Basel vollendet worden und die daran beteiligten Arbeiter, Handwerker, Architekten, Ingenieure usw. haben in würdigem Rahmen das Aufrichtefest gefeiert. Wie der geneigte Leser oder die geneigte Leserin dem Titelbild dieser BUZ entnehmen kann, ist schon der nächste Rohbau fertig: Mitte März ist Aufrichtefest für die FHNW in Muttenz.

An den Kosten des Biozentrums beteiligt sich der Kanton Basel-Landschaft hälftig mit rund 150 Millionen Franken. Die Kosten der FHNW im Umfang von rund 300 Millionen Franken trägt das Baselbiet allein, sie gehen abzüglich Bundessubventionen zu Lasten unserer Investitionsrechnung. Wenn alles gut läuft, können sowohl die FHNW als auch das Biozentrum im Herbst 2018 ihren Betrieb aufnehmen.

Doch im Bildungsbereich sind das nicht die einzigen Projekte, in die der Kanton in letzter Zeit sehr viel Geld investiert. Sind doch in letzter Zeit zahlreiche Sekundarschulbauten saniert oder umgebaut worden, so in Binningen, Birsfelden, Muttenz, Allschwil und demnächst auch in Gelterkinden, Münchenstein, Sissach und Laufen.

Auch in Zeiten der knappen finanziellen Mittel muss der Kanton investieren. Nur so kann er die Weichen richtig stellen für zukünftige Entwicklungen. Wenn aber das Geld knapp ist, muss das Nötigste zuerst gemacht werden, das Wünschbare ist hintan zu stellen.

Wir haben in den letzten Jahren sehr viel Geld im Bildungssektor investiert und auch im öffentlichen Verkehr. Die Kehrseite der Medaille ist, dass wir beim Strassenbau gebremst haben, mit dem Resultat, dass der Stau an  vielen Orten immer länger wird.

Es ist nicht redlich, zu behaupten, der Kanton würde seit Jahren übermässig viel Geld in Luxusstrassen investieren. Denn erstens gelten bei Neubauten neue Mindestvorschriften und zweitens ist unser Strassennetz leider nicht überall in einem befriedigenden Zustand.

Man darf die Augen vor der Tatsache nicht verschliessen, dass gute Schulen und wertschöpfende Arbeitsplätze wenig nützen, wenn sie nicht gut erreichbar sind. Dem immer grösseren Mobilitätsaufkommen müssen wir mit den entsprechenden Massnahmen begegnen. Mit dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs allein schaffen wir das nicht.

Ihre Regierungsrätin Sabine Pegoraro