Tiefbauamt | 31. Dezember 2018

Zubringer Pfeffingerring: 1‘200 Tonnen schwere Deckenplatte erfolgreich eingebaut

Andreas Netz, Jauslin Stebler AG und Boris Kunze, Tiefbauamt

Beim Projekt „Aesch, Zubringer Pfeffingerring“ wird das Neubaugebiet Aesch Nord mit einer neuen Strasse direkt an die Hochleistungsstrasse A18 angeschlossen. Das Gemeindestrassennetz und die Knotenbereiche Arlesheimerstrasse und Hauptstrasse werden dadurch stark vom Verkehr entlastet. Mit dem Einschub des Unterführungsbauwerks wurde Anfang Oktober ein wichtiger Meilenstein erreicht.

Der Zubringer schliesst im Südwesten an den Kreisel Butthollen an und unterquert die kantonale Hauptverkehrsstrasse Reinach/Aesch sowie die Velo- und Tramverbindung. Auf Höhe der Überführung Fiechtenweg schliesst er an die Hochleistungsstrasse A18 an.

Luftbildaufnahme der Baustelle, Strassenbau und Vorbereitung Untergrund für den Deckel (Quelle: Jauslin Stebler AG)

Neu wird dabei von der A18 kommend eine Ausfahrtsrampe mit je einer Fahrspur in Richtung Aesch und in Richtung Reinach erstellt sowie in der Gegenrichtung eine einspurige Einfahrtsrampe auf die A18 geschaffen. Ausserdem wird nördlich des Zubringers ein Vernetzungstreifen für Kleintiere inklusive Unterführungstunnel unter die Hauptstrasse realisiert.

Um das Gemeinde- und Kantonsstrassennetz so wenig wie möglich durch die Baumassnahmen zu tangieren, wurden die vier Hauptbauphasen optimal geplant. In der ersten Bauphase wurden auf der freien Fläche nördlich des Zubringers Installationen angefertigt und der Zubringer inklusive Anschluss an den Kreisel Butthollen erstellt. Für die zweite Bauphase  wurde der Deckel der Unterführung vorfabriziert und die Verkehrsführung erstellt. Unter laufendem Trambetrieb wurden in der Nacht Bohrpfähle im Kreuzungsbereich der Hauptstrasse erstellt.

Erstellung der Bohrpfähle auf denen der Unterführungsdeckel temporär zu liegen kommt. (Quelle: Jauslin Stebler AG)

Die Risikobetrachtung ergab hingegen, dass der Einschub des ganzen Unterführungsbauwerkes innerhalb des engen zur Verfügung stehenden Zeitrahmens unter laufendem Trambetrieb nicht möglich sein würde. Aus diesem Grund wurde ein zehn Tage dauerndes Zeitfenster für einen Tramunterbruch festgelegt und die Arbeitsschritte in diesem Zeitfenster monatelang vorher geplant. Als Tramersatz standen Busse zur Verfügung. Am 1. Oktober 2018 wurde schliesslich die über 1‘200 Tonnen schweren Decke der neuen Unterführung erfolgreich eingeschoben. Mit diesem Ereignis ist ein wichtiger Meilenstein in der Umsetzung des Bauvorhabens erreicht (Zeitrafferfilm vom Einschub der Deckenplatte). 

Vorschub der Decke unter permanenter Kontrolle der Hydraulikpressen auf der Verschubbahn(Quelle: Jauslin Stebler AG)

Derzeit wird die Hauptstrasse auf der Decke der neuen Unterführung erstellt und der Verkehr in die ursprüngliche Trasseeführung zurück verlegt. Ausserdem werden unter dem Deckel das Erdreich ausgehoben und die Wände der Unterführung fertiggestellt. Gleichzeitig mit dem Aushub wird das kreuzungsfreie Unterqueren der Hauptstrasse ermöglicht. 

In der dritten Bauphase  werden die Rampen- und Leitmauern auf der nördlichen Seite des Zubringers zur A18 realisiert. Der Baustellenverkehr zwischen dem Hauptinstallationsplatz und der Baustelle östlich der Hauptstrasse erfolgt so innerhalb der Baustelle und nicht über das kantonale bzw. Gemeindestrassennetz mit dem Vorteil, dass kein Zusatzverkehr auf dem Knoten Arlesheimerstrasse/Hauptstrasse entsteht.

Sobald die Ausfahrtsrampen erstellt sind, wird in der vierten Bauphase die Ausfahrt temporär zur Zufahrt für die A18 umgebaut, um die südlichen Kunstbauten des Zubringers zu erstellen. Hier wird auf der Leitmauer Süd eine 128 Meter lange Lärmschutzwand bis an die Überführung Fiechtenweg gelegt.