HAVARIE AUF DER ARA FRENKE 3 IN BUBENDORF

Christine Eschbach, Amt für Industrielle Betriebe

DIE ROUTINEMÄSSIGE PROBENAHME ANFANG JAHR 2017 AUF DER ABWASSERREINIGUNGSANLAGE (ARA) FRENKE 3 IN BUBENDORF ZEIGTE ERHÖHTE NITRIT-WERTE IM GEREINIGTEN ABWASSER. DIE ANHALTEND, AUSSERORDENTLICH TIEFEN ABWASSERTEMPERATUREN UNTER ACHT GRAD, WELCHE DIE LEISTUNG DER BIOLOGISCHEN REINIGUNGSSTUFE REDUZIEREN, IN VERBINDUNG MIT DER GRUNDSÄTZLICH SEHR HOHEN BELASTUNG DER ARA KONNTEN ALS URSACHE FÜR DIE ÜBERSCHREITUNG DES GRENZWERTES ERUIERT WERDEN.

Die Anlage wurde ab diesem Zeitpunkt intensiv überwacht und Sofortmassnahmen ergriffen. Zur Sicherheit wurde auch das Trinkwasser aus den betroffenen Fassungen analytisch überwacht. In Zusammenarbeit mit zwei grossen industriellen Einleitern wurde deren ungereinigtes Abwasser mit Tankwagen auf andere ARA des AIB abgeführt. Parallel dazu hat das Amt für Industrielle Betriebe in enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Umweltschutz und Energie und dem Kantonalen Krisenstab eine Notableitung nach Liestal ins Einzugsgebiet der ARA Ergolz 2 geprüft.

Bildlegende: Die (ARA) Frenke 3 in Bubendorf aus der Vogeloperspektive.  (Quelle: Jörg Rohner)

Diese provisorische Leitung musste schliesslich nicht verlegt werden, da sich die Nitritwerte durch das Abführen von Abwasser, das Zuführen von Belebtschlamm zur Aktivierung der biologischen Reinigungsstufe und vor allem die ansteigenden Temperaturen wieder normalisiert haben. Die Planung der Leitung kann aber nun bei weiteren Ereignissen wieder verwendet werden.

Gegen Ende Februar 2017 haben sich die Nitritwerte unter dem Grenzwert eingependelt und die ARA Frenke 3 läuft seither wieder im Normalbetrieb. Eine Beeinträchtigung der Bachlebewesen konnte zu keiner Zeit festgestellt werden.