Hochbauamt | 31. Juli 2017

KANTONALE TANKSTELLE LIESTAL WURDE ERNEUERT

Oswald Borer, Hochbauamt Christian Oberhausser, Tiefbauamt

DIE AUF DEN NEUSTEN STAND DER TECHNIK AUSGERÜSTETE KANTONALE TANKSTELLE IN LIESTAL WURDE AM 12. JUNI  2017 IN BETRIEB GENOMMEN. DER UMBAU WURDE VOM HOCHBAUAMT FINANZIERT. DIE BESTEHENDE DIESELTANKSÄULE WURDE AUFGEHOBEN, DIE NEUEN BEIDEN SÄULEN WEISEN BENZIN- UND DIESEL-ZAPFHÄHNE AUF.

Die in die Jahre gekommenen Zapfsäulen sowie das erdverlegte Leitungssystem entsprachen nicht mehr den heutigen Anforderungen und muss erneuert werden. Diesel konnte nur auf der einzelnen Zapfsäule an der Aussenwand beim benachbarten Gebäude bezogen werden.

Dies war umständlich und nicht mehr rationell. Aus diesem Grund wurden alle Zapfsäulen an einen Standort verschoben. Die alte Dieselzapfsäule wurde zurückgebaut. Durch das neue, höher gelegene Dach können jetzt auch Lastwagen und Personenwagen am selben Platz tanken.

Um die verschärfte Abgasnorm Euro 6 einzuhalten, benötigen die neuen Dieselmotoren den Zusatz AdBlue. Dies erfordert bei der Tankanlage eine separate Tanksäule. AdBlue ist eine wässrige Harnstofflösung, bestehend aus 32,5 Prozent reinem Harnstoff und 67,5 Prozent demineralisiertem Wasser. Mit dieser Lösung wird der Ausstoss von Stickoxiden (NOx) bei Dieselmotoren um bis zu 90 Prozent reduziert.

Einer der erdverlegten 50‘000 Liter Benzintanks wurde aufgehoben und zurückgebaut. Gesamthaft haben Tanks ein Fassungsvermögen von 60‘000 Liter Benzin, 50‘000 Liter Diesel und 5000 Liter AdBlue.

Demontage und Abtransport des alten 50‘000-Liter-Benzintanks.  (Quelle: HBA)

Sämtliche Leitungen wie Benzin- und Dieselsaugleitungen, die Gasrückführungsleitungen und Doppelrohre wurden erneuert. Die gesamten Stark- und Schwachstrominstallationen sind ebenfalls neu. Überwachungsgeräte für die Tanks, die Leitungen, der Havarieschacht (Stapelschacht), die Doppelrohrüberwachung und der AdBluetank wurden ebenfalls neu installiert und angeschlossen.

Alle neuen Benzin- Diesel und AdBlue Leitungen sowie der neue AdBluetank wurden nach dem Einbau durch das Amt für Umweltschutz und Energie abgenommen und mit Prüfprotokollen bestätigt.

Die neue Betonbodenplatte wurde mit einem säurebeständigen Spezialbeton betoniert. Neue Rinnen, welche durch die Schlammsammler und Benzin- und Ölabscheider geleitet werden entsprechen auch den heutigen Anforderungen für den Gewässerschutz. Ebenfalls musste eine Schachtumlenkung eingebaut werden, damit bei einer Havarie mit AdBlue Befüllung und Entnahme das kontaminierte Wasser direkt in den Havarie-Schacht geleitet wird. Würde AdBlue in die Kanalisation gelangen, würde dies bei der Abwasserreinigungsanlage zu Schäden an der Bakterienkultur führen.

Betonieren der neuen Bodenplatte mit Pumpbeton (Quelle: HBA)

Die Kantonale Tankstelle an der Frenkendörferstrasse wurde 1984 umgebaut und als Novum wurde der Münzautomat durch ein kombiniertes Kartensystem abgelöst. Im Jahr 2012 wurde notwendigerweise ein neuer Tankautomat installiert. Dazu mussten neue Tankschlüssel abgeben werden. Bis zum aktuellen Umbau blieb ausser diesen beiden Neuerungen alles beim Alten.