Hochbauamt | 31. Oktober 2017

Raumrochaden im Rahmen eines vorausschauenden Flächenmanagements

Marco Frigerio, Hochbauamt

Während das umfassende Projekt zum Flächenmanagement «Optimierung Verwaltungsstandort Liestal» in Arbeit ist und per Ende 2017 ein Grundsatzentscheid seitens der Regierung erfolgen wird, ist das HBA weiterhin daran, verschiedene Optimierungen umzusetzen. Das Projekt «Raumrochaden BUD» beinhaltete die Integration der Arbeitsplätze des LHA in die Rheinstrasse 29 und ermöglicht damit, die Fachstellen des AUEs zusammenzuführen. Auch die Fachbereiche des HBAs befinden sich jetzt alle im Hauptgebäude der BUD. Der Geschäftsbereich Objekt- und Immobilienmanagement befand sich in der nahegelegenen Villa Scholer. Neu befinden sich die Arbeitsplätze des Amtes für Raumplanung (ARP) gesamthaft in der Villa Scholer.

Unter einem vorausschauenden Flächenmanagement (FLM) wird die wirtschaftlich optimale Nutzung und eine fortlaufende Optimierung der durch die Verwaltung belegten Flächen verstanden. Bereits im Jahr 2008 wurde mit dem Projekt Flächenmanagement Liestal die Arbeitsplatzsituation am Standort Liestal untersucht und ein umfassender Bericht zum FLM erstellt. Der Bericht umfasste eine Abfolge von Massnahmen und einen möglichen Neubau. Zusätzlich wird im Rahmen des Regierungsauftrags zur Reduktion des Personalaufwands gegenüber dem HBA erwartet, das Budget und die bewirtschafteten Flächen zu reduzieren, was im Aufgaben- und Finanzplan (AFP) vorausschauend erfasst wurde.  

Die professionelle Bewirtschaftung aller Grundstücke und Liegenschaften des Kantons ist eine der Kernaufgaben des Hochbauamts. Dazu gehört insbesondere der haushälterische Umgang mit den bestehenden Flächen. Dies wird mit einem standortbezogenen Flächenmanagement (FLM) sichergestellt.

Die Umzugskosten und die auf das Minimum beschränkten baulichen Massnahmen werden in der Erfolgsrechnung des HBA‘s getragen. Das HBA rechnet mit einem Payback nach zwei bis drei Jahren. Nach drei Jahren wird die Erfolgsrechnung entlastet. Gerechnet wird mit einer Entlastung in der Grössenordnung von 150‘000 Franken pro Jahr.

Für die Raumrochaden wurden unzählige Kartons gepackt.(Quelle: HBA)

Einerseits kann mit diesen Massnahmen gespart werden und andererseits wurden die HBA-Arbeitsplätze zusammengeführt sowie das LHA örtlich ins AUE integriert. So sind effizientere Abläufe möglich.

Der Fachbereich Unterhalt des HBA plante kleinere bauliche Anpassungen und setzte diese um. Eine weitere Projektvoraussetzung war die Digitalisierung der gemeinsam von ARP und Bauinspektorat genutzten Archive, welche bisher noch nicht vollständig erfolgt war. Das HBA konnte hierfür ein äusserst attraktives Angebot einholen, so dass die Digitalisierung der Archive günstig und fristgerecht erfolgen konnte.

Die Umzugsplanung für Arbeitsplätze, Archive bis hin zum Anhänger für die Messstation des LHA wird in verschiedenen Etappen vom Fachbereich Mobiliar des HBA bis ins Detail geplant, mit den betroffenen Mitarbeitenden besprochen und in Etappen von August bis November 2017 umgesetzt. Obwohl es eine komplexe Planung war, hat bisher alles hervorragend geklappt.