Lufthygieneamt beider Basel | 31. Oktober 2017

Sommer 2017 – Mehr Ozon als im Vorjahr

Hans Rudolf Moser, Lufthygieneamt beider Basel

Die Ozonwerte im Sommer 2017 lagen im Vergleich zum Vorjahr höher. Im Vergleich zum Sommer 2015 blieben sie aber niedriger, sowohl was die Dauer, wie auch was die Spitzenwerte betrifft. Auch im Sommer 2017 bestätigte sich die Wechselwirkung der Ozonwerte mit den heissen Temperaturen.

Von Mai bis August 2017 wurden 98 bis 341 Stunden mit einer Ozonbelastung von mehr als 120 Mikrogramm pro Kubikmeter (Grenzwert der Luftreinhalte-Verordnung, der einmal jährlich überschritten werden darf) gemessen. Die Spitzenwerte lagen zwischen 159 und 183 Mikrogramm pro Kubikmeter. Damit ist die Dauer der übermässigen Belastung länger als im Vorjahr, bei vergleichbaren Spitzenwerten.

Der Verlauf der Ozonbelastung im Sommer 2017 zeigt deutlich den Zusammenhang mit dem Wetter. Die heissen Tage im Mai brachten erste Überschreitungen des Ozongrenzwertes. Eine rund zweiwöchige Hitzeperiode im Juni brachte weitere hohe Ozonwerte. In den Monaten Juli und August lösten sich kurze Hitzephasen im Wechsel mit Regen ab. Die Spitzenwerte beim Ozon wurden geringer. Einzig in einer Phase Ende August wurde der Grenzwert nochmals überschritten.

Im Sommer 2017 sind Phasen mit hohen Ozonwerten aufgetreten, verbunden mit Temperaturen in der Regel über 30 Grad. (Quelle: LHA)

Verglichen mit dem Sommer 2015 blieb die Belastung im Sommer 2017 deutlich geringer. Damals wurden 200 bis beinahe 700 Stunden mit übermässiger Ozonbelastung gemessen, bei gleichzeitig leicht höheren Spitzenwerten. Die Ozonbelastung schwankt also stark von Jahr zu Jahr, abhängig vom Wetter im Sommer. Je heisser und sonniger, desto höher der Ozonwert. Regnet es oder ist es bewölkt, wird auch weniger Ozon gebildet. Dieser Zusammenhang wird deutlich, wenn man die Zahl der Hitzetage (Temperaturmaximum >30°C) als Kriterium für Ozonbildung heranzieht. Im Sommer 2017 wurden 22 Hitzetage gezählt, 2016 waren es nur 10, im 2015 hingegen 28 Tage.

Der Sommer 2003 ist noch als „Jahrhundertsommer“ in Erinnerung. Zum Vergleich, damals wurden 450 bis 1200 Stunden über dem Grenzwert gezählt, wobei die Spitzenwerte an allen Stationen deutlich über 200 Mikrogramm pro Kubikmeter lagen. In jenem Sommer wurden 37 Hitzetage gezählt.